Rotes Haus

Rotes Haus

Deutsch

Das Rote Haus wurde 1752 von dem Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler als Wohn- und Geschäftshaus erbaut. Mit seiner kompletten Einrichtung in den Stilen Rokoko, Louis-Seize und Empire spiegelt es noch heute den Glanz großbürgerlicher Wohnkultur in einer seltenen Geschlossenheit wider.

Es diente als Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler. Das vorher auf diesem Grundstück stehende Fabrikgebäude wurde abgerissen und es wurde als Fachwerkbau mit vorgeblendeter Ziegelfassade aufgebaut. Das rote Haus besteht aus zwei Hälften: links das Wohnhaus mit dem Namen „Zum goldenen Helm“, und rechts mit dem Namen „Zum Pelikan“ als Kontorhaus und Produktionsstätte. Über den beiden Eingangstüren sind links ein Helm und rechts ein Pelikan dargestellt.

Der dominante Bau hat 3 Hauptgeschosse, zwei Giebelgeschosse ein als Speicher genutztes Dachgeschoss. Der Sockel, die Fenster- und Türgewände sowie die Hausecken sind aus Aachener Blaustein. Die Fenstergewände im Dachgeschoss sind aus Holz, aber im Blaustein-Ton gestrichen.

Die wertvolle Wolle wurde von außen über einen Kran, den man über dem Laufenbach sieht, ins Mansarddach gehoben, dort gelagert und durch einen Schacht in das Untergeschoss gebracht. Der Wach und Färberkeller befindet sich unter dem Platz vor den beiden Eingangstreppen

Weltberühmt ist die über 3 Etagen freitragend gebaute Wendeltreppe aus Eichenholz. Sieverleiht dem Roten Haus ein fast schlossartiges Ambiente und zeigt im geschnitzten Eichengeländer alle wesentlichen Schritte der Tuchherstellung von der Geburt des Schafes, über die Schur, das Waschen der Wolle, das Spulen, Spinnen, Weben, Scheren und Rauen des Tuches bis hin zum Abtransport des fertigen Tuchs.

Auf der Innenseite der Treppe werden die Jahreszeiten, die Tageszeiten und die Elemente in einzelnen geschnitzten Tafeln dargestellt. Eine weitere Treppe, die allerdings nicht öffentlich zugänglich ist, zeigt Darstellungen der vier Jahreszeiten, der zwölf Monate, des Sündenfalls und des Todes.

Die große künstlerische Leistung dieser Schnitzerei ist die Reduktion des komplexen Herstellungsprozesses auf einfache, eben holzschnittartige Darstellung einerseits, und die realitätsnähe Dokumentation von Arbeitsweisen und Techniken der Zeit anderseits. Die Treppe ist in dieser sehr spezifischen Kombination aus Rokoko und Realismus einzigartig.

Offenbar hat Johann Heinrich Scheibler den beauftragten Kunsthandwerkern klare Vorgaben gemacht, denn die Darstellungen zeigen präzis die grundlegenden Abläufe der Tuchherstellung zu Zeiten Scheiblers auch bestimmte von ihm selbst eingeführte Innovationen: etwa das Färben der Wolle statt des ganzen Tuchs.

Das Herrenzimmer mit einer kostbaren Leinwandtapete, der mit einem herrlichen Wappenservice gedeckte Tisch im Esszimmer, eine Küche mit glänzenden Messing- und Kupferkesseln, Salons mit Aachen-Lütticher Schreibschränken, Vitrinen und gemütlichen Sitzgarnituren, ein Festsaal mit wertvollem Gobelin und Schlafräume mit Kinderwiegen und Waschschüsseln laden zu einer Reise ins 18. Jahrhundert ein.

Viele Einrichtungsgegenstände im Stil des Aachen-Lütticher Barocks, des Louis IV und Empire sind erhalten. Die Wohnräume sind in mit zeitgenössischen Möbeln eingerichtet. Eine kostbare Leinwandtapete im Herrenzimmer hinterlässt den Eindruck eines Bilderkabinetts mit 73 gerahmten Gemälden. Bildaufhängungen und Schatten der Rahmen unterstreichen das. Die Bilder auf der Tapete zeigen Motive Alltagsszenen, Stillleben, Tier- und Landschaftsbilder im Stil der Zeit. Auch im Foyer mit der freitragenden Treppe täuschen Malereien eine Marmorwand vor. Das nicht nur das Esszimmer mit einem festlich gedeckten Tisch vermittelt einen sehr lebensnahen Eindruck der damaligen Wohnkultur. In der Küche sieht man neben dem Kamin, der damals auch als Küchenherd diente, Messing- und Kupferkessel sowie diverse Waschschüsseln und Küchenutensilien.

Johann Heinrich Scheibler (1705–1765), übernahm schon als 18-Jähriger die Leitung der Tuchfabrik seines Schwiegervaters. Er produzierte wie die anderen Feintuchproduzenten der Region einfarbiges, im Stück gefärbtes Tuch. Sehr schnell realisierte er, dass er größere Absatzmärkte nur mit besonders modischen, gemusterten Stoffen erschließen konnte. Er kaufte die feinste spanische Merinowolle und färbte sie bereits vor der weiteren Verarbeitung um sie zu verschiedenartig gemusterten Stoffen mit leuchtenden, Farben zu verarbeiten. Bei dem Färbereiprozess half ihm das sehr kalkarme Wasser in Monschau. So konnte er wunderbar strahlende Farben produzieren. Er spürte die neusten modischen Trends auf und entwickelte besonders „geflammte“ und ganz leichte und feine Tuche.

Sein Vertriebsnetz erstreckte sich über ganz Europa, er baute Vertretungen im Mittelmeerraum auf, von wo der Handel nach Nordafrika und Kleinasien blühte.

In den alten Kontor Räumen zeugen zwei original erhaltene Stoffmusterbücher mit insgesamt 6000 Entwürfen in den verschiedensten Dekors von der Vielfalt und der hochwertigen Qualität der damals europaweit gehandelten Tuche seiner Firma.

So erwarb Johann Heinrich Scheibler ein für damalige Verhältnisse fürstliches Vermögen, das ihm den aufwendigen Bau des Roten Hauses für fast 90.000 Thaler erlaubte. Auch legte er den Grundstein zum Bau der evangelischen Stadtkirche mit einem Fond in Höhe von 400 Thalern und weitern Spenden von rund 720 Thalern.

Scheibler war in Monschau nicht unumstritten. Vor allem die Alteingesessenen, die katholische Bürgerschaft, Bauern, kleine Grobtuchhersteller machten ihm -dem zugezogenen Protestanten das Leben schwer, da er sich in ihren Augen zu unermesslichen Reichtum kam. Selbstbewusst wies Scheibler auf seine Leistungen hin: Er schaffte des Verlagssystem der vorindustriellen Tuchherstellung, bei der die meisten Arbeitsschritte in Heimarbeit erledigt wurden, ab und begann mit der industriellen Tuchproduktion in einer Fabrik. Er beschäftigte mehr als 4000 Menschen.

Hier finden Sie den Informationsflyer

English

The Red House was built in 1752 by the cloth maker and businessman Johann Heinrich Scheibler as a residential and commercial building. With its complete furnishings in the styles Rococo, Louis-Seize and Empire, it still reflects the splendor of upper-class living culture in a rare unity.

It served as a residential and commercial building for the Scheibler family of cloth makers. The factory building previously on this property was demolished and it was built as a half-timbered building with a brick facade. The red house consists of two halves: on the left the residential building with the name “To the golden helmet”, and on the right with the name “Zum Pelikan” as an office building and production facility. A helmet is shown on the left and a pelican on the right above the two entrance doors.

The dominant building has 3 main storeys, two gable storeys and an attic storey used as storage. The base, the window and door frames and the corners of the house are made of Aachen bluestone. The window frames in the attic are made of wood, but painted in a bluestone tone.

The valuable wool was lifted from the outside into the mansard roof using a crane that you can see above the Laufenbach, stored there and brought through a shaft to the basement. The watch and dyer's cellar is located under the square in front of the two entrance stairs

The spiral staircase made of oak wood, cantilevered over 3 floors, is world famous. It gives the Red House an almost castle-like ambience and shows in the carved oak railing all the essential steps in cloth production from the birth of the sheep, to shearing, washing the wool, winding, spinning, weaving, shearing and roughing the cloth up to the removal of the finished cloth.On the inside of the staircase, the seasons, times of day and the elements are shown in individual carved panels. Another staircase, which is not open to the public, shows depictions of the four seasons, the twelve months, the fall of man and death.

The great artistic achievement of this carving is the reduction of the complex manufacturing process to a simple, woodcut-like representation on the one hand, and the realistic documentation of working methods and techniques of the time on the other. The staircase is unique in this very specific combination of rococo and realism.

Apparently, Johann Heinrich Scheibler gave the commissioned artisans clear guidelines, because the illustrations show precisely the basic processes of cloth production in Scheibler's time, including certain innovations that he himself introduced: for example, the dyeing of the wool instead of the entire cloth.

The master's room with a precious canvas wallpaper, the table in the dining room with a wonderful coat of arms service, a kitchen with shiny brass and copper kettles, salons with Aachen-Liège writing cabinets, showcases and comfortable seating, a ballroom with valuable tapestry and bedrooms with cradles and wash bowls on a trip to the 18th century.

Many furnishings in the style of the Aachen-Liège Baroque, Louis IV and Empire have been preserved. The living rooms are furnished in with contemporary furniture. A precious one canvas wallpaper in the master's room leaves the impression of a picture cabinet with 73 framed paintings. Suspended pictures and the shadows of the frames underline this. The pictures on the wallpaper show motifs from everyday life, still life, animal and landscape pictures in the style of the time. Paintings also simulate a marble wall in the foyer with the cantilevered staircase. Not only the dining room with a festively laid table gives a very realistic impression of the living culture of that time. In the kitchen you can see the fireplace, which at that time also served as a kitchen stove, brass and copper kettles as well as various wash bowls and kitchen utensils.

Johann Heinrich Scheibler (1705–1765) took over the management of his father-in-law's cloth factory at the age of 18. Like the other fine cloth producers in the region, he produced single-colored cloth dyed in one piece. He quickly realized that he could only open up larger sales markets with particularly fashionable, patterned fabrics. He bought the finest Spanish merino wool and dyed it even before further processing in order to process it into variously patterned fabrics with bright colors. The very low-lime water in Monschau helped him with the dyeing process. So he could produce wonderfully bright colors. He sensed the latest fashion trends and developed particularly “flamed” and very light and fine fabrics.His sales network extended across Europe, he set up agencies in the Mediterranean area, from where trade to North Africa and Asia Minor flourished.

In the old office rooms, two originally preserved fabric sample books with a total of 6,000 designs in a wide variety of decors testify to the diversity and high quality of his company's cloths, which were then traded across Europe.

For example, Johann Heinrich Scheibler acquired a princely fortune that allowed him to build the Red House for almost 90,000 thalers. He also laid the foundation stone for the construction of the Protestant city church with a fund of 400 Thalers and further donations of around 720 Thalers.

Scheibler was not without controversy in Monschau. Above all, the long-established residents, the Catholic bourgeoisie, peasants, and small producers of rough cloth made life difficult for the Protestant who had moved there, as he came to immeasurable wealth in their eyes. Scheibler self-confidently pointed out his achievements: He abolished the publishing system of pre-industrial cloth production, in which most of the work was done at home, and started industrial cloth production in a factory. He employed more than 4,000 people.

Her you will find a flyer

Francais

La Maison Rouge a été construite en 1752 par le drapier et homme d'affaires Johann Heinrich Scheibler en tant que bâtiment résidentiel et commercial. Avec son mobilier complet dans les styles Rococo, Louis-Seize et Empire, il reflète encore la splendeur de la culture vivante de la haute bourgeoisie dans une unité rare.

Il a servi de bâtiment résidentiel et commercial pour la famille de fabricants de tissu Scheibler. Le bâtiment de l'usine précédemment sur cette propriété a été démoli et il a été construit comme un bâtiment à colombages avec une façade en brique. La maison rouge se compose de deux moitiés: à gauche le bâtiment résidentiel avec le nom «Au casque d'or», et à droite avec le nom «Zum Pelikan» comme immeuble de bureaux et installation de production. Au-dessus des deux portes d'entrée, un casque est représenté à gauche et un pélican à droite.

Le bâtiment dominant comprend 3 étages principaux, deux étages à pignon et un étage mansardé servant de rangement. La base, les cadres des fenêtres et des portes et les coins de la maison sont en pierre bleue d'Aix-la-Chapelle. Les cadres des fenêtres du grenier sont en bois, mais peints dans un ton de pierre bleue.

La précieuse laine était soulevée de l'extérieur via une grue, que vous pouvez voir au-dessus du Laufenbach, dans le toit mansardé, stockée là-bas et amenée par un puits au sous-sol. La cave à montres et teinturiers est située sous la place devant les deux escaliers d'entrée

L'escalier en colimaçon en bois de chêne, en porte-à-faux sur 3 étages, est mondialement connu. Il donne à la Maison Rouge une ambiance presque château et montre dans la balustrade en chêne sculpté toutes les étapes essentielles de la production du tissu depuis la naissance du mouton, jusqu'à la tonte, le lavage de la laine, l'enroulement, la filature, le tissage, la tonte et le rugueux du tissu. à l'enlèvement du tissu fini.À l'intérieur de l'escalier, les saisons, les heures de la journée et les éléments sont représentés dans des panneaux sculptés individuels. Un autre escalier, qui n'est pas ouvert au public, montre des représentations des quatre saisons, des douze mois, de la chute de l'homme et de la mort.

La grande réalisation artistique de cette sculpture est la réduction du processus de fabrication complexe à une représentation simple et semblable à une gravure sur bois d'une part, et la documentation réaliste des méthodes de travail et des techniques de l'époque d'autre part. L'escalier est unique dans cette combinaison très spécifique de rococo et de réalisme.

Apparemment, Johann Heinrich Scheibler a donné des directives claires aux artisans mandatés, car les illustrations montrent précisément les processus de base de la production de tissu à l'époque de Scheibler, y compris certaines innovations qu'il a lui-même introduites: par exemple, teindre la laine au lieu du tissu entier.

La chambre des maîtres avec un papier peint en toile précieux, la table de la salle à manger avec un magnifique service d'armoiries, une cuisine avec des bouilloires en laiton brillant et en cuivre, des salons avec des armoires Aachen-Liège, des vitrines et des sièges confortables, une salle de bal avec une tapisserie précieuse et des chambres avec berceaux et lavabos lors d'un voyage au 18ème siècle.

De nombreux meubles de style baroque Aix-la-Chapelle-Liège, Louis IV et Empire ont été conservés. Les salons sont meublés avec des meubles contemporains. Un précieux Le papier peint en toile dans la chambre des maîtres laisse l'impression d'un meuble à tableaux avec 73 tableaux encadrés. Les images suspendues et les ombres des cadres le soulignent, les images sur le papier peint montrent des motifs de scènes quotidiennes, de natures mortes, d'animaux et de paysages dans le style de l'époque. Les peintures simulent également un mur de marbre dans le hall avec l'escalier en porte-à-faux. Non seulement la salle à manger avec une table de fête donne une impression très réaliste de la culture vivante de cette époque. Dans la cuisine, vous pouvez voir la cheminée, qui à l'époque servait également de cuisinière, de bouilloires en laiton et en cuivre ainsi que divers lavabos et ustensiles de cuisine.

Johann Heinrich Scheibler (1705–1765) prend la direction de l'usine de drap de son beau-père à l'âge de 18 ans. Comme les autres fabricants de tissus fins de la région, il produit des tissus unicolores teints en une seule pièce. Il s'est vite rendu compte qu'il ne pouvait ouvrir de plus grands marchés de vente qu'avec des tissus à motifs particulièrement à la mode. Il a acheté la meilleure laine mérinos espagnole et l'a teinte avant de la transformer afin de la transformer en tissus aux motifs variés avec des couleurs vives. L'eau à très faible teneur en chaux de Monschau l'a aidé dans le processus de teinture. Ainsi, il pouvait produire des couleurs merveilleusement vives. Il sentit les dernières tendances de la mode et développa des tissus particulièrement «flammés» et très légers et fins.Son réseau de vente s'est étendu à toute l'Europe, il a créé des agences dans la région méditerranéenne, d'où prospéraient les échanges vers l'Afrique du Nord et l'Asie Mineure.

Dans les anciens bureaux, deux carnets d'échantillons de tissus conservés à l'origine avec un total de 6000 motifs dans une grande variété de décors témoignent de la diversité et de la haute qualité des tissus de son entreprise qui étaient ensuite commercialisés à travers l'Europe.

Par exemple, Johann Heinrich Scheibler a acquis une fortune princière qui lui a permis de construire la Maison Rouge pour près de 90 000 thaler. Il a également posé la première pierre de la construction de l'église protestante de la ville avec un fonds de 400 Thalers et d'autres dons d'environ 720 Thalers.

Scheibler n'était pas sans controverse à Monschau. Surtout, les habitants établis de longue date, la bourgeoisie catholique, les paysans et les petits producteurs de tissu rugueux rendaient la vie difficile au protestant qui s'était installé là-bas, car il en arrivait à une richesse incommensurable à leurs yeux. Scheibler a souligné avec confiance ses réalisations: il a aboli le système d'édition de la production de tissu pré-industrielle, dans lequel la plupart du travail était effectué à la maison, et a commencé la production de tissu industriel dans une usine. Il employait plus de 4 000 personnes.

Nederlands

Het Rode Huis werd in 1752 gebouwd door de lakenmaker en zakenman Johann Heinrich Scheibler als woon- en handelsgebouw. Met zijn complete inrichting in de stijlen Rococo, Louis-Seize en Empire weerspiegelt het nog steeds de pracht van de levende cultuur van de hogere klasse in een zeldzame eenheid.

Het diende als woon- en handelsgebouw voor de familie Scheibler van lakenmakers. Het fabrieksgebouw dat voorheen op dit terrein stond, werd afgebroken en werd gebouwd als vakwerkhuis met een bakstenen gevel. Het rode huis bestaat uit twee helften: links het woongebouw met de naam “Naar de gouden helm” en rechts de naam “Zum Pelikan” als kantoorgebouw en productiefaciliteit. Boven de twee toegangsdeuren is links een helm en rechts een pelikaan afgebeeld.

Het dominante gebouw heeft 3 hoofdverdiepingen, twee gevelverdiepingen en een zolderverdieping die als opslagruimte wordt gebruikt. De sokkel, de raam- en deurkozijnen en de hoeken van het huis zijn gemaakt van Akense hardsteen. De kozijnen op de zolder zijn van hout, maar geschilderd in blauwe hardsteen.

De kostbare wol werd van buitenaf met een kraan, die je boven de Laufenbach ziet, in het mansardedak getild, daar opgeslagen en via een schacht naar de kelder gebracht. De wacht- en ververskelder bevindt zich onder het plein voor de twee toegangstrappen

De wenteltrap van eikenhout, uitkragend over 3 verdiepingen, is wereldberoemd. Het geeft het Rode Huis een bijna kasteelachtige sfeer en toont in de gebeeldhouwde eikenhouten leuning alle essentiële stappen bij de productie van de stof, vanaf de geboorte van de schapen tot het scheren, het wassen van de wol, het winden, spinnen, weven, scheren en opruwen van de stof. tot het verwijderen van de afgewerkte doek.Aan de binnenkant van de trap zijn de seizoenen, de tijden van de dag en de elementen weergegeven in individuele uitgesneden panelen. Een andere trap, die niet toegankelijk is voor het publiek, toont afbeeldingen van de vier seizoenen, de twaalf maanden, de val van de mens en de dood.

De grote artistieke prestatie van dit snijwerk is enerzijds de reductie van het complexe fabricageproces tot een simpele, houtsnede-achtige voorstelling en anderzijds de realistische documentatie van werkwijzen en technieken van die tijd. De trap is uniek in deze zeer specifieke combinatie van rococo en realisme.

Blijkbaar gaf Johann Heinrich Scheibler de ambachtslieden in opdracht duidelijke richtlijnen, want de illustraties tonen precies de basisprocessen van de lakenproductie in Scheiblers tijd, inclusief bepaalde innovaties die hij zelf introduceerde: bijvoorbeeld het verven van de wol in plaats van het hele laken.

De meesterskamer met een kostbaar canvasbehang, de tafel in de eetkamer met een prachtig wapenschild, een keuken met glanzende koperen en koperen ketels, salons met Aken-Luikse schrijfkasten, vitrines en comfortabele stoelen, een balzaal met waardevol wandtapijt en slaapkamers met wiegen en wasbakken tijdens een reis naar de 18e eeuw.

Veel meubels in de stijl van de barok Aken-Luik, Louis IV en Empire zijn bewaard gebleven. De woonkamers zijn ingericht met modern meubilair. Een kostbare Canvasbehang in de master's room geeft de indruk van een fotokast met 73 ingelijste schilderijen. Hangende afbeeldingen en de schaduwen van de lijsten onderstrepen dit: de afbeeldingen op het behang tonen motieven van alledaagse taferelen, stillevens, dieren- en landschapsfoto's in de stijl van die tijd. Schilderijen simuleren ook een marmeren muur in de foyer met de vrijdragende trap. Niet alleen de eetkamer met een feestelijk gedekte tafel geeft een zeer realistisch beeld van de wooncultuur van die tijd. In de keuken zie je de open haard, die destijds ook dienst deed als fornuis, koperen en koperen ketels en diverse waskommen en keukengerei.

Johann Heinrich Scheibler (1705–1765) nam op 18-jarige leeftijd de leiding van de lakenfabriek van zijn schoonvader over. Net als de andere producenten van fijne stoffen in de regio, vervaardigde hij enkelkleurige stof uit één stuk geverfd. Hij besefte al snel dat hij alleen grotere afzetmarkten kon openen met bijzonder modieuze stoffen met patronen. Hij kocht de beste Spaanse merinowol en geverfde deze voor verdere verwerking om het te verwerken tot stoffen met verschillende patronen en felle kleuren. Het zeer kalkarme water in Monschau hielp hem bij het verfproces. Hij kon dus heerlijk heldere kleuren produceren. Hij voelde de laatste modetrends en ontwikkelde bijzonder "gevlamde" en zeer lichte en fijne stoffen.Zijn verkoopnetwerk breidde zich uit over heel Europa, hij zette agentschappen op in het Middellandse Zeegebied, vanwaar de handel naar Noord-Afrika en Klein-Azië bloeide.

In de oude kantoorkamers getuigen twee oorspronkelijk geconserveerde stoffen staalboeken met in totaal 6000 dessins in een grote verscheidenheid aan decors van de diversiteit en hoge kwaliteit van de doeken van zijn bedrijf die vervolgens in heel Europa werden verhandeld.

Johann Heinrich Scheibler verwierf bijvoorbeeld een prinselijk fortuin waarmee hij het Rode Huis kon bouwen voor bijna 90.000 thaler. Hij legde ook de eerste steen voor de bouw van de protestantse stadskerk met een fonds van 400 thalers en verdere schenkingen van ongeveer 720 thalers.

Scheibler was niet zonder controverse in Monschau. Bovenal maakten de al lang gevestigde bewoners, de katholieke bourgeoisie, de boeren en de kleine producenten van ruwe laken het leven moeilijk voor de protestant die daarheen was verhuisd, omdat hij in hun ogen tot onmetelijke rijkdom kwam. Zelfverzekerd wees Scheibler op zijn prestaties: hij schafte het uitgeefsysteem van pre-industriële lakenproductie af, waarbij het meeste werk thuis werd gedaan, en begon met de industriële lakenproductie in een fabriek. Hij had meer dan 4.000 mensen in dienst.