Aukirche und Lorettokapelle

Deutsch

Historie

Bereits im Jahre 1690 wurde aus der Bürgerschaft Montjoies an den Minoriten Orden die Bitte gerichtet, in Montjoie eine Niederlassung zu gründen. Im April wurde dieser Antrag verhandelt jedoch abgelehnt. 1693, also 3 Jahre später, wurde der Gründung dann doch noch zugestimmt.

Trotz dieser Zustimmung geschah mehrere Jahre nichts, weshalb 1711 Montjoier Bürger erneut an den damaligen Provinzial P. Bruno Schmitz herantraten. Am 2. September haben Eheleute Wilhelm Kesseler und Anna Weyerstraß ein Baugrundstück zum Bau eines Klosters dem Orden angeboten. Auch der Rat der Stadt unterstütze den Bau.

Am 25. Oktober 1711 erklärte er in einer Urkunde, dass er das Anerbieten der Minoriten in Anbetracht des großen geistigen Nutzens (u. a. der Einführung der Andacht zu Ehren der heiligen fünf Wunden, der neun Dienstage und des unschätzbaren Kleinodes des Portiunkula Ablasses) dankend annehme. Da die Mönche sich angeboten haben die unteren 3 Gymnasialklassen zu unterrichten, wurde auf die fällige Grunderwerbssteuer verzichtet.

Ein Teil der Bürgerschaft war damit nicht einverstanden und machte in einer Eingabe an den Landesherrn eine Reihe von Bedenken gegen die Gründung geltend und bat um Ablehnung der Klosterneugründung.

Auf Bitten des Landesherrn erfolgte zunächst eine Anfrage des Cölner Generalvikars Arnold de Reux beim Prior von Reichenstein, ob er keine Bedenken gegen die Gründung habe. Pfarrer Merkelbach von Conzen, der die Anfrage überbrachte, berichtete, dass es seitens des Priors von Reichenstein keinerlei Einwände gibt. Am 25. Mai 1711 wurde die Genehmigung zur Gründung der Niederlassung erteilt.

Sehr schnell wurde der Laienbruder Maximinus Thiel nach Montjoie geschickt, dem einige Wochen später der handwerklich sehr geschickte Laienbruder Adam Ruck folgte. Sie wohnten bei einem Bürger namens Küpper, bis dann Pater Bernardin Gohr als erster Präses der Niederlassung ankam.

Diese Drei begannen nun mit den Vorbereitungen zum Bau des Convents und erbauten zunächst eine kleine Kapelle zu Ehren der hl. Jungfrau von Loretto. Pater Gohr wurde recht schnell durch Pater Robert Watrian abgelöst; später folgten die Patres Prior Franz Molers aus dem Convent Trier und Linus Meyer aus dem Convent Bonn der 1715 auch zum ersten Guardian der Niederlassung ernannt wurde. Er kümmerte sich um den Ausbau der Loretto Kapelle. Unterstützt wurde er von manchen Spendern aus der Bürgerschaft. So schenkte z. B. Michael Dederichs 100 Rh. Florin und ein Wilhelm Kesseler 100 Reichstaler. Auch die Ordensmitglieder bemühten sich die Gnadenkapelle in würdig auszustatten: Pater Schmitz stiftete eine Glocke, Pater Gohr ein goldenes Reliquiar (Behältnis für eine Reliquie) und eine kostbare Kasel (ärmelloses, kostbares Gewand, welches beim Gottesdienst getragen wird), der Convent von Nideggen ein kupfernes Reliquiar und Pater Richenao zwei goldene Kronen für das Gnadenbild.

Die Loretto Kapelle wurde am 11. November 1714 eingeweiht. Zuerst hielt man drei feierliche Hochämter in der bisherigen Hauskapelle. Dann zog man in einer feierlichen Prozession von dort durch die Stadt zur Kapelle.
Voran die Jugend: vier Jungfrauen aus den ersten Familien der Stadt in kostbaren Gewändern trugen das Bild der heiligen Jungfrau. Andere folgten mit brennenden Kerzen und goldenen Palmen. Daran schlossen sich die Jünglinge zu vier und vier geschart um die Statue des hl. Wendelinus.
Voran zu Pferde der Gerichtsschreiber, ihm folgten die Brüder und Patres der Niederlassung und der Weltklerus mit einer gewaltigen Weihekerze, eine Musikkapelle, Knaben in Leviten Gewändern, die amtierende Geistlichkeit, der Pfarrer von Montjoie, Exprovinzial Bunger und der Guardian von Nideggen Wolfgang Theißen in Chormänteln und endlich unter dem Baldachin Pater Bruno Schmitz mit dem Allerheiligsten, mit dem an vier Altären der Segen gegeben wurde.

An der Seite des Allerheiligsten gingen Beamte der Burg, der Bürgermeister und der Rat der Stadt und am Schluss eine riesige Volksmenge. Während des Segens, wie auch während der hl. Messe bei Gloria, Wandlung und letztem Segen donnerten von der Burg die Geschütze. Beim Festmahl waren die Honoratioren der Stadt als Gäste anwesend, und abends leuchteten auf den umliegenden Höhen Freudenfeuer.

In der Folgezeit gewann die Verehrung der heiligen Jungfrau von Loretto in Stadt und Land immer größere Verbreitung. Viele Kranke, die zu ihr vertrauensvoll ihre Zuflucht nahmen, schrieben dieser ihre wunderbare Heilung zu.

Auch kamen zu Notzeiten aus der Umgebung Prozessionen zu dem Gnadenbild: so 1746 aus Conzen, Eicherscheid, Höfen, Rohren um die Abwendung einer Viehseuche zu erbitten. Im Jahre 1772 gab es im Montjoier Land Inflation und eine ansteckende Krankheit. Im Montjoier Hospital starben an einer Seuche 40, in Höfen 78, in Vossenack circa 80 Menschen und auch in Kesternich und Steckenborn forderte diese Seuche viele Opfer. Deshalb war das Gnadenbild im Kloster das Ziel vieler Menschen.

Mit der Kapelle war das Kloster endgültig begründet, aber noch fehlten das Klostergebäude und Kirche. Einen entsprechenden Bauplatz für Kloster und Kirche zu finden war wegen der beengten Platzverhältnisse schwierig. Schließlich einigte man sich auf die „Junkerau“, ein ehemaliges Besitztum der Herren von Au, die mehreren Privatleuten gehörte. Die Eheleute Kesseler-Weyerstraß schenkten ihren Teil des Geländes gegen eine wöchentliche Donnerstagsmesse, das Recht auf einen festen Platz und eine Grabstätte in der Kirche. Den restlichen Teil kauften die Minoriten von den übrigen Eigentümern für 1406 Reichsthaler.

Erst 1719 stellte der Provinzialsekretär P. Georg Richermo Provinzgelder für den Klosterbau zur Verfügung. Der erste Teil des Komplexes, das Klostergebäude wurde 1720 fertiggestellt.

Mit dem Bau der Kirche begann Pater Prosper Kuhmann. Im Oktober 1725 wurde unter großen Feierlichkeiten der vom Provinzial Martin Odenthal geweihte Grundstein durch den Montjoier Bürgermeister und Hofrat Johann Wilhelm Brewer im Auftrage des Landesherrn gelegt.

Der Bau wurde von vielen Gönnern mit Geldern unterstützt. So schenkte der beispielsweise der Landesherr 500 Reichstaler oder der Hofrat und Forstmeister Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 Reichstaler.

Trotzdem schritt der Bau aus Mangel an Mitteln nur langsam voran. Man munkelte, dass die Unfähigkeit verschiedener Oberen daran schuld war: Pater Leonhard Melchers setzte ,,mit großem Eiler aber mit geringer Klugheit" den Bau fort. Es scheint, dass unter ihm das neue Dach der Kirche eingestürzt ist; denn es wird von ihm berichtet, dass er das mit eisernen Zugankern zusammengekettete Dach zum zweiten Mal aufsetzen ließ.

Pater Tillmann Bremendal konnte im Jahre 1751 - volle 25 Jahre nach der Grundsteinlegung - die Einweihung der Kirche feiern. Es war ein Freudentag für den Convent und die ganze Stadt, als am 12. April 1751 der Abt von Steinfeld Gabriel Hilger unter dem Geläute der Glocken und dem Dröhnen der Geschütze auf, der Burg in Montjoie anlangte.

Trotz fürchterlichem Schneegestöber war am Osterdienstag, dem 13. April 1751, alles auf den Beinen, aus den umliegenden Dörfern eilten Scharen herbei, um den hohen Herrn beim feierlichen Pontifikalamt zu sehen, und den Ablass von allen Sünden zu erhalten, der allen Teilnehmern gnädig gewährt wurde. Die Festpredigt hielt Pater Denner aus Steinfeld. Von 06:30 bis Mittag dauerten die kirchlichen Feierlichkeiten mit Posaunenschall und Geschützdonner.

Anschließend gab es ein Festmahl mit den Behörden und den angesehenen Bürgern der Stadt bei dem der Abt mit gewinnender Leutseligkeit den Vorsitz führte. Auch der Forstmeister Stolzen ließ es sich nicht nehmen den mächtigen Herren von Steinfeld zu sich zu Tisch zu laden

Über die weitere Geschichte und Entwicklung des Klosters ist nicht viel zu berichten. Die Nachwehen der politischen und sozialen Umwälzung um die Wende des 18. Jahrhunderts sollten auch für die Minoriten in Montjoie das Ende bringen. Unter der Französischen Republik wurde das Kloster mit seinen 13 Ordensmitgliedern geschlossen. Das Ordensvermögen wurde auf 17987 Franken geschätzt es bestand aus 10 Morgen Wiesenland mit einem Wert von 500 Francs, den Gebäuden im Wert von 15000 Francs, und einem Barvermögen von 2437 Francs.

Die KIostergebäude wurden der Zivilgemeinde Montjoie zu Schulzwecken überlassen. Die Klosterkirche war zunächst Annexkirche der Pfarrkirche in der Kirchstraße; später wurde sie aber zur Hauptkirche.

Im Jahre 1860 brach nachts in der Loretto Kapelle, in der abends der Rosenkranz gebetet wurde, ein Brand aus, der die Kapelle mit Gnadenbild vollends zerstörte.

Nach dem Brand wurde im unteren Teil der Kirche eine Orgelbühne eingebaut und dieser Teil mit einem Gitter von der übrigen Kirche abgetrennt.

Nach dem französisch-deutschen Krieg 1870/71 gab es immer häufiger den Wunsch an die Aukirche einen Turm anzubauen und für die zu Rüstungszwecken abgelieferten Glocken neue gießen zu lassen.

Frau Bourtscheidt verkaufte 1918 das zwischen ihrem Haus (heute Hotel Flosdorff) und der Kirche gelegenes und mit einem Schuppen bebaute Gelände der Pfarrgemeinde.

Man beauftragte den Architekten Fortmann aus Köln und begann mit dem Bau des Kirchturmes Ende Juli 1922. Im November 1923 war der Turm fertig und am 16. Dezember 1923 fand die feierliche Glockenweihe statt. Die Glocken wurden vom Bochumer Verein geliefert.

Mit der Errichtung des Turmes wurde der frühere Haupteingang der Kirche zugemauert und auf der inneren Seite zu einer würdigen Kriegergedächtniskapelle, ausgestaltet.

In den späten 1960 Jahren wurde der Innenraum der Kirche unter Pfarrer Caspar Seeger völlig umgestaltet. Die mächtige Orgel auf der Empore am Turm wurde abgebaut und das Kirchengestühl entfernt. Der an der Kopfseite des Axialbaus befindliche Altar wurde durch einen neuen Altar in der Kirchenmitte an der Rurseite ersetzt und neue Bänke halbkreisförmig um diesen eingebaut. Im ehemaligen Altarraum wurde eine neue, moderne Orgel aufgestellt und zusätzliche Sitzplätze eingebracht, die bei Festgottesdiensten dem Chor weichen. Bei diesem Umbau wurden auch die Wände mit einer Schlämme neu verputzt und neue Lampen angebracht. Gestaltet wurde dieser Umbau durch das Architektenehepaar Legge und Legge-Suwelack.

Quelle: Pfarrer Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, Heft 364, 1. Auflage 1990; Conny Valter

English

History

As early as 1690, the citizens of Montjoie asked the Order of Friars Minor to establish a branch in Montjoie. In April, this request was negotiated but rejected. In 1693, 3 years later, the foundation was finally approved.

Despite this approval, nothing happened for several years, which is why in 1711 Montjoier citizens again approached the then Provincial Father Bruno Schmitz. On 2 September, married couples Wilhelm Kesseler and Anna Weyerstraß offered a building plot to the Order for the construction of a monastery. The town council also supported the building.

On 25 October 1711, it declared in a document that it gratefully accepted the Minorites' offer in view of the great spiritual benefits (including the introduction of devotion in honour of the holy five wounds, the nine Tuesdays and the priceless treasure of the Portiunkula indulgence). Since the monks offered to teach the lower 3 grammar school classes, the land acquisition tax due was waived.

Some of the citizens did not agree with this and in a petition to the sovereign raised a number of objections to the foundation and asked for the re-foundation of the monastery to be rejected.

At the request of the sovereign, the Vicar General of Cologne, Arnold de Reux, first asked the Prior of Reichenstein whether he had any reservations about the foundation. Father Merkelbach von Conzen, who delivered the request, reported that there were no objections on the part of the prior of Reichenstein. On 25 May 1711, permission to found the branch was granted.

Very quickly the lay brother Maximinus Thiel was sent to Montjoie, followed a few weeks later by the lay brother Adam Ruck, who was very skilled in craftsmanship. They lived with a citizen named Küpper until Father Bernardin Gohr arrived as the first president of the branch.

These three now began preparations for the construction of the convent and first built a small chapel in honour of St. Virgin of Loretto. Father Gohr was quickly succeeded by Father Robert Watrian, who was later followed by Fathers Prior Franz Molers from the Convent of Trier and Linus Meyer from the Convent of Bonn, who was also appointed the first Guardian of the Branch in 1715. He took care of the extension of the Loretto Chapel. He was supported by many donors from the community. For example, Michael Dederichs donated 100 Rh. Florin and one Wilhelm Kesseler 100 Reichstaler. The members of the Order also endeavoured to equip the Chapel of Grace in a worthy manner: Father Schmitz donated a bell, Father Gohr a golden reliquary (container for a relic) and a precious chasuble (sleeveless, precious garment worn during the service), the Convent of Nideggen a copper reliquary and Father Richenao two golden crowns for the image of grace.

The Loretto Chapel was consecrated on 11 November 1714. First three solemn high masses were held in the previous house chapel. Then they went in a solemn procession from there through the town to the chapel.

The youth led the way: four virgins from the first families of the town in precious robes carried the image of the Holy Virgin. Others followed with lighted candles and golden palms. They were followed by the young men, four by four, gathered around the statue of St. Wendelinus.

In front on horseback was the clerk of the court, followed by the brothers and fathers of the branch and the secular clergy with a huge consecration candle, a band, boys in Levite robes, the officiating clergy, the parish priest of Montjoie, Exprovincial Bunger and the Guardian of Nideggen Wolfgang Theißen in choir robes and finally under the canopy Father Bruno Schmitz with the Blessed Sacrament, with which the blessing was given at four altars.

At the side of the Blessed Sacrament walked officials of the castle, the mayor and the council of the city and at the end a huge crowd of people. During the blessing, as well as during the Holy Mass at the Gloria, consecration and final blessing, the guns thundered from the castle. The dignitaries of the city were present as guests at the feast, and in the evening bonfires lit up the surrounding heights.

In the following years, the veneration of the Holy Virgin of Loretto became more and more widespread in the town and the country. Many sick people, who took refuge in her, attributed their miraculous healing to her.

In times of need, processions came from the surrounding area to the image of grace: for example, in 1746 from Conzen, Eicherscheid, Höfen and Rohren to ask for the prevention of a cattle epidemic. In 1772 there was inflation and a contagious disease in the Montjoier region. In the Montjoier hospital 40 people died of an epidemic, in Höfen 78, in Vossenack about 80 and also in Kesternich and Steckenborn this epidemic claimed many victims. For this reason, the image of grace in the monastery was the destination of many people.

With the chapel, the monastery was finally founded, but the monastery building and church were still missing. Finding a suitable building site for the monastery and church was difficult because of the cramped conditions. Finally, it was agreed on the "Junkerau", a former property of the Lords of Au, which belonged to several private individuals. Mr. and Mrs. Kesseler-Weyerstraß donated their part of the land in exchange for a weekly Thursday mass, the right to a permanent place and a burial place in the church. The Minorites bought the remaining part from the other owners for 1406 Reichsthaler.

It was not until 1719 that the Provincial Secretary, Fr Georg Richermo, made provincial funds available for the construction of the monastery. The first part of the complex, the monastery building, was completed in 1720.

Father Prosper Kuhmann began the construction of the church. In October 1725, the foundation stone, consecrated by the Provincial Martin Odenthal, was laid by the Montjoier Mayor and Court Councillor Johann Wilhelm Brewer on behalf of the sovereign.

The construction was supported by many benefactors with funds. For example, the sovereign donated 500 Reichstaler and the court counsellor and forester Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 Reichstaler.

Nevertheless, construction progressed only slowly for lack of funds. It was rumoured that the incompetence of various superiors was to blame: Father Leonhard Melchers continued the construction "with great haste but with little wisdom". It seems that the new roof of the church collapsed under him; for it is reported of him that he had the roof, which was chained together with iron tie rods, put on for the second time.

Father Tillmann Bremendal was able to celebrate the consecration of the church in 1751 - a full 25 years after the foundation stone was laid. It was a day of joy for the convent and the whole town when, on 12 April 1751, the Abbot of Steinfeld, Gabriel Hilger, arrived at the castle in Montjoie to the ringing of the bells and the roar of the guns.

Despite a terrible snowstorm, everyone was on their feet on Easter Tuesday, 13 April 1751, and crowds rushed from the surrounding villages to see the high lord at the solemn pontifical mass and to receive the indulgence from all sins, which was graciously granted to all participants. The solemn sermon was preached by Father Denner from Steinfeld. The church festivities lasted from 06:30 until noon with the sound of trombones and the thunder of guns.

Afterwards, there was a banquet with the authorities and the respected citizens of the town, which was presided over by the abbot with winning cheerfulness. Even the forester Stolzen did not miss the opportunity to invite the powerful lord of Steinfeld to his table.

There is not much to report about the further history and development of the monastery. The aftermath of the political and social upheaval at the turn of the 18th century was also to bring an end to the Minorites in Montjoie. Under the French Republic, the monastery and its 13 members were closed. The order's assets were estimated at 17987 francs and consisted of 10 acres of meadowland worth 500 francs, the buildings worth 15000 francs, and cash assets of 2437 francs.

The convent buildings were given to the civil parish of Montjoie for school purposes. The convent church was initially annexed to the parish church in Church Street; but later it became the main church.

In 1860, a fire broke out at night in the Loretto Chapel, where the rosary was prayed in the evenings, which completely destroyed the chapel with the image of grace.

After the fire, an organ platform was installed in the lower part of the church and this part was separated from the rest of the church with a grille.

After the Franco-German War of 1870/71, there was an increasing desire to add a tower to the Aukirche and to have new bells cast for the bells that had been delivered for armament purposes.

In 1918, Mrs Bourtscheidt sold the land between her house (now the Flosdorff Hotel) and the church, which had been built on with a shed, to the parish.

The architect Fortmann from Cologne was commissioned and the construction of the church tower began at the end of July 1922. The tower was completed in November 1923 and the solemn consecration of the bells took place on 16 December 1923. The bells were supplied by the Bochumer Verein.

With the construction of the tower, the former main entrance of the church was walled up and the inner side was turned into a dignified war memorial chapel.

In the late 1960s, the interior of the church was completely redesigned under Pastor Caspar Seeger. The mighty organ in the gallery by the tower was dismantled and the pews removed. The altar located at the head of the axial building was replaced by a new altar in the centre of the church on the Rur side and new pews were installed in a semicircle around it. A new, modern organ was installed in the former chancel and additional seating was brought in to make way for the choir during festival services. During this conversion, the walls were also re-plastered with a slurry and new lamps were installed. This conversion was designed by the architect couple Legge and Legge-Suwelack.

Source: Pastor Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, booklet 364, 1st edition 1990; Conny Valter

Francais

Histoire

Français

En 1690 déjà, la bourgeoisie de Montjoie demanda à l'Ordre des Frères Mineurs de fonder un établissement à Montjoie. Cette demande fut examinée en avril, mais refusée. En 1693, soit trois ans plus tard, la fondation fut tout de même acceptée.

Malgré cette approbation, rien ne se passa pendant plusieurs années, raison pour laquelle, en 1711, des citoyens de Montjoie s'adressèrent à nouveau au provincial de l'époque, le Père Bruno Schmitz. Le 2 septembre, les époux Wilhelm Kesseler et Anna Weyerstraß ont proposé à l'Ordre un terrain à bâtir pour la construction d'un couvent. Le conseil municipal soutint également la construction.

Le 25 octobre 1711, il déclara dans un document qu'il acceptait avec reconnaissance l'offre des frères mineurs, compte tenu des grands avantages spirituels (notamment l'introduction de la dévotion en l'honneur des cinq plaies sacrées, des neuf mardis et du trésor inestimable que constitue l'indulgence de la Portiunkula). Comme les moines se sont proposés d'enseigner les trois classes inférieures du lycée, on a renoncé à l'impôt dû sur le transfert de propriété.

Une partie de la bourgeoisie ne fut pas d'accord et fit valoir, dans une requête adressée au souverain, une série d'objections contre la fondation et demanda le refus de la nouvelle fondation du monastère.

A la demande du souverain, le vicaire général de Cologne, Arnold de Reux, demanda d'abord au prieur de Reichenstein s'il n'avait pas d'objections à la fondation. Le curé Merkelbach de Conzen, porteur de la demande, rapporta qu'il n'y avait aucune objection de la part du prieur de Reichenstein. Le 25 mai 1711, l'autorisation de fonder l'établissement fut accordée.

Très rapidement, le frère laïc Maximinus Thiel fut envoyé à Montjoie, suivi quelques semaines plus tard par le frère laïc Adam Ruck, très habile de ses mains. Ils vécurent chez un citoyen du nom de Küpper jusqu'à l'arrivée du père Bernardin Gohr, premier président de l'établissement.

Ces trois personnes commencèrent alors à préparer la construction du couvent et construisirent d'abord une petite chapelle en l'honneur de la Sainte Vierge de Lorette. Le Père Gohr fut assez rapidement remplacé par le Père Robert Watrian, puis par les Pères Franz Molers, du couvent de Trèves, et Linus Meyer, du couvent de Bonn, qui fut également nommé premier gardien de l'établissement en 1715. Il s'occupa de l'agrandissement de la chapelle Loretto. Il fut soutenu par de nombreux donateurs issus de la bourgeoisie. Ainsi, Michael Dederichs offrit 100 Rh. Florin et un Wilhelm Kesseler 100 Reichstaler. Les membres de l'ordre s'efforcèrent également d'équiper dignement la chapelle de grâce : le père Schmitz fit don d'une cloche, le père Gohr d'un reliquaire en or (récipient pour une relique) et d'une chasuble précieuse (vêtement sans manches, précieux, porté lors de la messe), le couvent de Nideggen d'un reliquaire en cuivre et le père Richenao de deux couronnes en or pour l'image de grâce.

La chapelle Loretto fut inaugurée le 11 novembre 1714. Tout d'abord, trois messes solennelles furent célébrées dans l'ancienne chapelle domestique. Ensuite, on se rendit en procession solennelle de là à la chapelle en traversant la ville.

La jeunesse était en tête : quatre vierges des premières familles de la ville, vêtues de robes précieuses, portaient l'image de la Sainte Vierge. D'autres suivaient avec des cierges allumés et des palmes dorées. Les jeunes gens se joignaient à eux, groupés par quatre autour de la statue de saint Wendelin.

En tête, à cheval, le greffier, suivi des frères et des pères de l'établissement et du clergé séculier avec un immense cierge de consécration, une fanfare, des garçons en habits de lévites, le clergé officiant, le curé de Montjoie, l'exprovincial Bunger et le gardien de Nideggen Wolfgang Theißen en manteaux de chœur et enfin, sous le dais, le père Bruno Schmitz avec le Saint-Sacrement, avec lequel on donnait la bénédiction sur quatre autels.

Aux côtés du Saint-Sacrement marchaient des fonctionnaires du château, le bourgmestre et le conseil de la ville et, à la fin, une immense foule. Pendant la bénédiction, ainsi que pendant la messe lors du Gloria, de la consécration et de la bénédiction finale, les canons tonnaient depuis le château. Les notables de la ville étaient présents au banquet et le soir, des feux de joie brillaient sur les hauteurs environnantes.

Par la suite, la dévotion à la Sainte Vierge de Lorette se répandit de plus en plus dans la ville et la campagne. De nombreux malades, qui se réfugiaient en elle avec confiance, lui attribuaient leur guérison miraculeuse.

En temps de crise, des processions venaient des alentours pour se rendre à l'image miraculeuse : en 1746, des habitants de Conzen, Eicherscheid, Höfen et Rohren demandaient l'arrêt d'une épidémie de bétail. En 1772, le pays de Montjoie connut l'inflation et une maladie contagieuse. L'épidémie fit 40 morts à l'hôpital de Montjoie, 78 à Höfen et environ 80 à Vossenack. Elle fit également de nombreuses victimes à Kesternich et Steckenborn. C'est pourquoi l'image miraculeuse du monastère était la destination de nombreuses personnes.

Avec la chapelle, le monastère était définitivement fondé, mais il manquait encore le bâtiment conventuel et l'église. Trouver un terrain adéquat pour construire le monastère et l'église était difficile en raison de l'exiguïté des lieux. Finalement, on se mit d'accord sur la "Junkerau", une ancienne propriété des seigneurs d'Au, qui appartenait à plusieurs personnes privées. Les époux Kesseler-Weyerstraß firent don de leur partie du terrain en échange d'une messe hebdomadaire le jeudi, du droit à un emplacement fixe et d'une sépulture dans l'église. Les frères mineurs achetèrent la partie restante aux autres propriétaires pour 1406 Reichsthaler.

Ce n'est qu'en 1719 que le secrétaire provincial, le père Georg Richermo, mit à disposition des fonds provinciaux pour la construction du monastère. La première partie du complexe, le bâtiment du couvent, fut achevée en 1720.

Le père Prosper Kuhmann commença la construction de l'église. En octobre 1725, la première pierre, consacrée par le provincial Martin Odenthal, fut posée par le bourgmestre de Montjoie et conseiller de la cour, Johann Wilhelm Brewer, sur ordre du souverain.

La construction fut soutenue financièrement par de nombreux donateurs. Ainsi, le souverain offrit 500 Reichstaler ou le conseiller de cour et maître forestier Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 Reichstaler.

Malgré cela, la construction n'avançait que lentement par manque de moyens. On murmurait que l'incompétence de différents supérieurs en était la cause : le père Leonhard Melchers poursuivait la construction "avec beaucoup d'empressement mais peu d'intelligence". Il semble que le nouveau toit de l'église se soit effondré sous ses ordres, car on raconte qu'il fit poser une deuxième fois le toit, qui avait été enchaîné avec des tirants en fer.

Le père Tillmann Bremendal a pu célébrer la consécration de l'église en 1751, soit 25 ans après la pose de la première pierre. Ce fut un jour de joie pour le couvent et toute la ville lorsque, le 12 avril 1751, l'abbé de Steinfeld Gabriel Hilger arriva au château de Montjoie au son des cloches et des canons.

Malgré une terrible tempête de neige, le mardi de Pâques 13 avril 1751, tout le monde était sur pied, des foules accouraient des villages environnants pour voir le grand seigneur à la messe pontificale solennelle et recevoir l'indulgence de tous les péchés, qui fut gracieusement accordée à tous les participants. Le sermon a été prononcé par le père Denner de Steinfeld. Les festivités religieuses ont duré de 6h30 à midi, au son des trombones et de la canonnade.

Ensuite, il y eut un repas de fête avec les autorités et les citoyens de renom de la ville, présidé par l'abbé avec une affabilité séduisante. Le maître forestier Stolzen ne manqua pas non plus d'inviter le puissant seigneur de Steinfeld à sa table.

Il n'y a pas grand-chose à dire sur la suite de l'histoire et le développement du monastère. Les suites des bouleversements politiques et sociaux au tournant du XVIIIe siècle devaient également sonner le glas des frères mineurs de Montjoie. Sous la République française, le couvent et ses 13 membres furent fermés. Les biens de l'ordre furent estimés à 17987 francs et se composaient de 10 arpents de prairie d'une valeur de 500 francs, des bâtiments d'une valeur de 15000 francs et d'une fortune en espèces de 2437 francs.

Les bâtiments du monastère furent cédés à la paroisse civile de Montjoie à des fins scolaires. L'église du couvent était d'abord une annexe de l'église paroissiale de la rue de l'Eglise, mais elle devint plus tard l'église principale.

En 1860, un incendie se déclara la nuit dans la chapelle de Lorette, où l'on récitait le chapelet le soir, et détruisit complètement la chapelle et son image miraculeuse.

Après l'incendie, une tribune d'orgue a été installée dans la partie inférieure de l'église et cette partie a été séparée du reste de l'église par une grille.

Après la guerre franco-allemande de 1870/71, le souhait d'ajouter une tour à l'église et de faire fondre de nouvelles cloches pour celles qui avaient été livrées à l'armée se fit de plus en plus pressant.

En 1918, Mme Bourtscheidt vendit à la paroisse le terrain situé entre sa maison (aujourd'hui l'hôtel Flosdorff) et l'église, sur lequel était construit un hangar.

On fit appel à l'architecte Fortmann de Cologne et la construction du clocher débuta fin juillet 1922. En novembre 1923, le clocher était terminé et la bénédiction solennelle des cloches eut lieu le 16 décembre 1923. Les cloches ont été fournies par l'association de Bochum.

Avec la construction de la tour, l'ancienne entrée principale de l'église a été murée et transformée en une chapelle commémorative de guerre sur le côté intérieur.

À la fin des années 1960, l'intérieur de l'église a été entièrement réaménagé sous la direction du curé Caspar Seeger. L'imposant orgue situé sur la tribune près de la tour a été démonté et les stalles ont été enlevées. L'autel situé au chevet du bâtiment axial a été remplacé par un nouvel autel au centre de l'église, côté Roer, et de nouveaux bancs ont été installés en demi-cercle autour de celui-ci. Un nouvel orgue moderne a été installé dans l'ancien sanctuaire et des places assises supplémentaires ont été ajoutées, qui cèdent la place au chœur lors des messes de fête. Lors de cette transformation, les murs ont également été recrépis avec un badigeon et de nouvelles lampes ont été installées. Cette transformation a été réalisée par le couple d'architectes Legge et Legge-Suwelack.

Source : Pasteur Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, cahier 364, 1ère édition 1990 ; Conny Valter

Nederlands

Geschiedenis

Al in 1690 vroegen de inwoners van Montjoie aan de orde van de minderbroeders om een filiaal in Montjoie te vestigen. In april werd over dit verzoek onderhandeld, maar het werd afgewezen. In 1693, 3 jaar later, werd de stichting eindelijk goedgekeurd.

Ondanks deze goedkeuring gebeurde er enkele jaren niets, zodat de burgers van Montjoier zich in 1711 opnieuw tot de toenmalige provinciale pater Bruno Schmitz wendden. Op 2 september bood het echtpaar Wilhelm Kesseler en Anna Weyerstraß de Orde een bouwterrein aan voor de bouw van een klooster. Ook de gemeenteraad steunde het gebouw.

Op 25 oktober 1711 verklaarde zij in een document dat zij het aanbod van de Minorieten dankbaar aanvaardde met het oog op de grote geestelijke voordelen (waaronder de invoering van de devotie ter ere van de heilige vijf wonden, de negen dinsdagen en de onschatbare schat van de Portiunkula-aflaat). Omdat de monniken aanboden de lagere 3 gymnasiumklassen te onderwijzen, werd de verschuldigde grondaankoopbelasting kwijtgescholden.

Sommige burgers waren het hier niet mee eens en stelden in een verzoekschrift aan de vorst een aantal bezwaren tegen de stichting aan de orde en vroegen om de heroprichting van het klooster af te wijzen.

Op verzoek van de vorst vroeg de vicaris-generaal van Keulen, Arnold de Reux, eerst aan de prior van Reichenstein of hij bedenkingen had tegen de stichting. Pater Merkelbach von Conzen, die het verzoek indiende, meldde dat er geen bezwaren waren van de kant van de prior van Reichenstein. Op 25 mei 1711 werd toestemming verleend om het filiaal te stichten.

Al snel werd de lekenbroeder Maximinus Thiel naar Montjoie gestuurd, enkele weken later gevolgd door de lekenbroeder Adam Ruck, die zeer bedreven was in het vakmanschap. Ze woonden bij een burger genaamd Küpper totdat pater Bernardin Gohr arriveerde als de eerste voorzitter van de afdeling.

Deze drie begonnen nu met de voorbereidingen voor de bouw van het klooster en bouwden eerst een kleine kapel ter ere van de heilige Maagd van Loretto. Pater Gohr werd snel opgevolgd door pater Robert Watrian, die later werd gevolgd door de paters prior Franz Molers van het klooster van Trier en Linus Meyer van het klooster van Bonn, die in 1715 ook tot eerste voogd van de tak werd benoemd. Hij zorgde voor de uitbreiding van de Loretto kapel. Hij werd gesteund door vele donateurs uit de gemeenschap. Zo schonk Michael Dederichs 100 Rh. Florin en ene Wilhelm Kesseler 100 Reichstaler. De leden van de Orde hebben zich ook ingespannen om de Genadekapel waardig uit te rusten: pater Schmitz schonk een klok, pater Gohr een gouden reliekschrijn (houder voor een reliek) en een kostbaar kazuifel (mouwloos, kostbaar gewaad dat tijdens de dienst wordt gedragen), het klooster van Nideggen een koperen reliekschrijn en pater Richenao twee gouden kronen voor het genadebeeld.

De Loretto kapel werd ingewijd op 11 november 1714. Eerst werden drie plechtige hoogmissen gehouden in de vorige huiskapel. Daarna gingen ze in een plechtige processie door de stad naar de kapel.

De jeugd ging voorop: vier maagden uit de eerste families van de stad droegen in kostbare gewaden het beeld van de Heilige Maagd. Anderen volgden met brandende kaarsen en gouden palmen. Ze werden gevolgd door de jonge mannen, vier aan vier, verzameld rond het standbeeld van St. Wendelinus.

Te paard ging de griffier voorop, gevolgd door de broeders en paters van de afdeling en de seculiere geestelijkheid met een enorme wijdingskaars, een muziekkorps, jongens in levietenkleed, de dienstdoende geestelijken, de pastoor van Montjoie, Exprovinciaal Bunger en de voogd van Nideggen Wolfgang Theißen in koorgewaad en tenslotte onder het baldakijn pater Bruno Schmitz met het Heilig Sacrament, waarmee de zegen werd gegeven aan vier altaren.

Aan de zijde van het Heilig Sacrament liepen ambtenaren van het kasteel, de burgemeester en de raad van de stad en aan het eind een enorme menigte mensen. Tijdens de zegening, evenals tijdens de Heilige Mis bij het Gloria, de consecratie en de slotzegening, donderden de kanonnen uit het kasteel. De notabelen van de stad waren als gasten aanwezig op het feest, en 's avonds verlichtten vreugdevuren de omringende hoogten.

In de volgende jaren werd de verering van de Heilige Maagd van Loretto meer en meer verspreid in de stad en het land. Veel zieken, die hun toevlucht tot haar namen, schreven hun wonderbaarlijke genezing aan haar toe.

In tijden van nood kwamen processies uit de omgeving naar het genadebeeld: bijvoorbeeld in 1746 uit Conzen, Eicherscheid, Höfen en Rohren om te vragen een vee-epidemie te voorkomen. In 1772 was er inflatie en een besmettelijke ziekte in de regio Montjoier. In het ziekenhuis van Montjoier stierven 40 mensen aan een epidemie, in Höfen 78, in Vossenack ongeveer 80 en ook in Kesternich en Steckenborn eiste deze epidemie veel slachtoffers. Daarom was het genadebeeld in het klooster de bestemming van velen.

Met de kapel was het klooster eindelijk gesticht, maar het kloostergebouw en de kerk ontbraken nog. Het vinden van een geschikte bouwplaats voor het klooster en de kerk was moeilijk vanwege de krappe omstandigheden. Uiteindelijk werd overeenstemming bereikt over de "Junkerau", een voormalig eigendom van de Heren van Au, dat toebehoorde aan verschillende particulieren. De heer en mevrouw Kesseler-Weyerstraß schonken hun deel van het eigendom in ruil voor een wekelijkse donderdagmis, het recht op een vaste plaats en een begraafplaats in de kerk. De Minorites kochten het resterende deel van de andere eigenaren voor 1406 Reichsthaler.

Pas in 1719 stelde de provinciale secretaris, pater Georg Richermo, provinciale fondsen beschikbaar voor de bouw van het klooster. Het eerste deel van het complex, het kloostergebouw, werd voltooid in 1720.

Vader Prosper Kuhmann begon met de bouw van de kerk. In oktober 1725 werd de eerste steen, ingewijd door de provinciaal Martin Odenthal, gelegd door de burgemeester van Montjoier en raadsheer Johann Wilhelm Brewer namens de vorst.

De bouw werd gesteund door vele weldoeners met fondsen. Zo schonk de vorst 500 rijksdaalders en de hofmeester en boswachter Johann Winand Stolzen zu Montjoie 100 rijksdaalders.

Toch vorderde de bouw slechts langzaam bij gebrek aan middelen. Het gerucht ging dat de incompetentie van verschillende oversten hier debet aan was: pater Leonhard Melchers zette de bouw voort "met grote haast maar met weinig wijsheid". Het schijnt dat het nieuwe dak van de kerk onder hem is ingestort; want er wordt over hem bericht dat hij het dak, dat met ijzeren bindstangen aan elkaar was geketend, voor de tweede keer heeft laten aanbrengen.

Pater Tillmann Bremendal kon de inwijding van de kerk in 1751 vieren, 25 jaar nadat de eerste steen was gelegd. Het was een vreugdevolle dag voor het klooster en de hele stad, toen op 12 april 1751 de abt van Steinfeld, Gabriel Hilger, onder het luiden van de klokken en het gebulder van de kanonnen aankwam bij het kasteel van Montjoie.

Ondanks een verschrikkelijke sneeuwstorm was iedereen op Paasdinsdag 13 april 1751 op de been, en menigten haastten zich uit de omliggende dorpen om de hoge heer te zien tijdens de plechtige pontificale mis en om de aflaat van alle zonden te ontvangen, die aan alle deelnemers genadig werd verleend. De plechtige preek werd gehouden door pater Denner uit Steinfeld. De kerkelijke festiviteiten duurden van 06:30 tot 12:00 uur met het geluid van trombones en het gedonder van kanonnen.

Daarna was er een banket met de autoriteiten en de gerespecteerde burgers van de stad, dat door de abt met winnende vrolijkheid werd voorgezeten. Zelfs de boswachter Stolzen liet de gelegenheid niet voorbijgaan om de machtige heer van Steinfeld aan zijn tafel uit te nodigen.

Over de verdere geschiedenis en ontwikkeling van het klooster valt niet veel te melden. De nasleep van de politieke en sociale omwenteling rond de eeuwwisseling zou ook een einde maken aan de Minorieten in Montjoie. Onder de Franse Republiek werden het klooster en zijn 13 leden gesloten. Het vermogen van de orde werd geschat op 17987 francs en bestond uit 10 hectare weiland ter waarde van 500 francs, de gebouwen ter waarde van 15000 francs en een kasgeld van 2437 francs.

De kloostergebouwen werden aan de burgerlijke parochie van Montjoie gegeven voor schooldoeleinden. De kloosterkerk werd aanvankelijk bij de parochiekerk in Church Street gevoegd, maar werd later de hoofdkerk.

In 1860 brak 's nachts brand uit in de Loretto-kapel, waar 's avonds de rozenkrans werd gebeden, die de kapel met het genadebeeld volledig verwoestte.

Na de brand werd in het onderste deel van de kerk een orgelplateau geïnstalleerd, dat met een rooster van de rest van de kerk werd gescheiden.

Na de Frans-Duitse oorlog van 1870/71 groeide de wens om de Aukirche van een toren te voorzien en nieuwe klokken te laten gieten voor de klokken die voor bewapeningsdoeleinden waren geleverd.

In 1918 verkocht mevrouw Bourtscheidt de grond tussen haar huis (nu hotel Flosdorff) en de kerk, die bebouwd was met een schuurtje, aan de parochie.

De architect Fortmann uit Keulen kreeg de opdracht en de bouw van de kerktoren begon eind juli 1922. De toren werd voltooid in november 1923 en de plechtige inwijding van de klokken vond plaats op 16 december 1923. De klokken werden geleverd door de Bochumer Verein.

Met de bouw van de toren werd de voormalige hoofdingang van de kerk dichtgemetseld en werd de binnenzijde veranderd in een waardige oorlogsherdenkingskapel.

Eind jaren zestig werd het interieur van de kerk onder pastoor Caspar Seeger volledig heringericht. Het machtige orgel op de galerij bij de toren werd ontmanteld en de kerkbanken verwijderd. Het altaar aan de kop van het axiale gebouw werd vervangen door een nieuw altaar in het midden van de kerk aan de Rur-zijde en er werden nieuwe kerkbanken in een halve cirkel omheen geplaatst. In het voormalige koor werd een nieuw, modern orgel geïnstalleerd en er werden extra zitplaatsen aangebracht om plaats te maken voor het koor tijdens de feestdiensten. Bij deze verbouwing werden ook de muren opnieuw bepleisterd en werden nieuwe lampen geplaatst. Deze verbouwing is ontworpen door het architectenechtpaar Legge en Legge-Suwelack.

Bron: Pastoor Janssen, Imgenbroich Rheinische Kunststätten, boekje 364, 1e druk 1990; Conny